Eröffnung des Stalag-Infpoints am Freitag, 7. Oktober um 10 Uhr - abends Filmvorführung
03. October 2022

Während des Zweiten Weltkrieges befand sich in Wolfsberg das Kriegsgefangenenlager Stalag XVIII A.  Ein Netzwerk an Familienmitgliedern und Nachfahren ehemaliger Kriegsgefangener trat mit dem Anliegen an die Stadtgemeinde Wolfsberg heran, an jenem Platz, an dem sich das Lager befand, einen Ort der Erinnerung zu schaffen.

Die Stadtgemeinde Wolfsberg und das Museum im Lavanthaus haben diese Idee aufgegriffen und erweitert: Damit war die Idee des Infopoint als Außenstelle des Museums im Lavanthaus geboren. An diesem Infopoint hat jeder die Möglichkeit, Fakten zum Thema Kriegsgefangenenlager zu erfahren. Gegenüber den Nachfahren und Familienmitgliedern ehemaliger Kriegsgefangener soll der Infopoint als Ausdruck tiefer Verbundenheit sowie Respekt vor der Geschichte verstanden werden. Das Design und die künstlerische Ausführung stammen von Michael Sumper, Manfred Mörth und Gotthard Schatz.

 

Feierliche Eröffnung des Infopoints 07. Oktober, 10.00 Uhr

Standort: Ecke Schwabenhofstraße / St. Thomaser Straße

 

FILMPRÄSENTATION: Eingeschlossen – Alliierte Kriegsgefangene im Lavanttal

Dazu passend wird am Freitag, dem 07. Oktober 2022, um 19:00 Uhr im Wolfsberger Rathausfestsaal die Dokumentation „Eingeschlossen. Alliierte Kriegsgefangene im Lavanttal“ von Viktoria Tatschl gezeigt. Sie beschäftigt sich mit der Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 18A.  Der Zeitzeuge Eric Bardsley, ehemals britischer Kriegsgefangener in Wolfsberg, erzählt in der Dokumentation von seinen Erinnerungen an jene Zeit. 1941 - Mit 21 Jahren geriet er in Gefangenschaft und musste dort bis zum Kriegsende ausharren.

 

Die Grundlage für die Dokumentation sind Fotografien, die vorwiegend von Ian Brown, dem Sohn eines ehemaligen britischen Kriegsgefangenen, gesammelt wurden. Im Interview erzählt Brown, dass er sich mithilfe des Internets eine weltweite Community mit anderen Angehörigen von ehemaligen Kriegsgefangenen geschaffen hat.

 

Des Weiteren werden Farbfilmaufnahmen gezeigt, die in den 1940er Jahren von nationalsozialistischen Wissenschaftlern in Wolfsberg angefertigt wurden. Neben zahlreichen Szenen über das Lagerleben geben die Filmrollen auch Einblicke in den Wolfsberger Alltag während dem Nationalsozialismus.

Eintritt frei!

Foto 1: Regisseurin Viktoria Tatschl besucht für ihren Film auch Ian Brown in Liverpool.

Foto 2: Der ehemalige Kriegsgefangene Eric Bardsley erzählt vom Leben Lager.