Gedenken an das Gefangenenlager: STALAG 18a Infopoint eröffnet
07. October 2022

Während des Zweiten Weltkrieges befand sich in Wolfsberg das Kriegsgefangenenlager STALAG XVIII A der deutschen Wehrmacht.  Rund 8.000 Gefangene waren seit 1941 hier interniert, viele davon verloren hier ihr Leben.

In Erinnerung daran wurde heute, Freitag, am Eckpunkt des damaligen Lagers (Ecke Schwabenhofstraße/St. Thomaser Straße) feierlich eine künstlerisch gestaltete Gedenkstätte mit einer Informationstafel zu den wichtigsten Fakten des Lagers eröffnet. Die Initiative dazu war von einem Netzwerk an Familienmitgliedern und Nachfahren ehemaliger Kriegsgefangener mit Koordinator Ian Brown aus Liverpool ausgegangen. Gestartet wurde das Projekt in der Folge noch von Altbürgermeister Hans-Peter Schlagholz.

„Ein würdiger Ort und ein Mahnmal für den Frieden – diese Geschichte darf sich nie wiederholen“,  betonte Bürgermeister Hannes Primus in seiner Eröffnungsrede. Der Bürgermeister erinnerte an die vielen Schicksale, die mit der Lagerstadt Wolfsberg verbunden waren und bedankte sich bei Ian Brown für sein Engagement und bei den ausführenden Künstlern Michael Sumper, Manfred Mörth und Gotthard Schatz für das gelungene Werk. Dank richtete der Bürgermeister auch an die Sponsoren, darunter private Unternehmen sowie das Land Kärnten, die Arbeiterkammer, die Wirtschaftskammer und die Europäische Union. „Ich danke auch unserem Museumsteam und all jenen Nachfahren der Männer des Stalag 18a, die in Großbritannien, Neuseeland und Australien rund 12.000 Euro gesammelt haben um diesen Infopoint mit zu ermöglichen“, so der Bürgermeister.

Vizebürgermeistern und Kulturreferentin Michaela Lientscher bezeichnete den Ort als eine Stätte der Ruhe und der Besinnung. „Es ist wichtig dass wir im Gedenken einen Platz haben, um Entschleunigung zu finden und den Opfern gebührenden Respekt zu zeigen“.

Zuvor hatte Museumsleiterin Christine Ragger das Anliegen unterstrichen, mit der Gedenkstätte „Menschen und Geschichte zu verbinden“. Ian Brown, der mit Ehefrau Carole angereist war, erinnerte an seinen Vater, der 1941 hier für vier Jahre interniert wurde und bezeichnete den Infopoint als „Sinnbild für die Freundschaft zwischen Wolfsberg und den Nachfahren der hier Inhaftierten.“

Foto: Eröffnung der STALAG XVIIIa Gedenkstätte. Bildmitte Bürgermeister Hannes Primus mit Ian Brown und Ehefrau Carole. Weiters von links: LAbg. Claudia Arpa, Vizebürgermeisterin Michaela Lientscher, die Künstler Gotthard Schatz, Michael Sumper und Manfred Mörth, Museumsleiterin Christine Ragger und Altbürgermeister Hans-Peter Schlagholz.