Erstes "Mitfahrbankerl" in St. Michael eröffnet
24. August 2020

Ältere oder junge Menschen, die im ländlichen Raum leben, haben oft keine Autos. Der Öffentliche Verkehr fährt leider auch nicht immer ausreichend. So sind Besorgungen und  Teilhabe am sozialen Leben schwierig. Genau hier setzt das neue Wolfsberger Projekt "Mitfahrbankerl"  in Zusammenarbeit mit der Klima- und Energiemodellregion "Energieparadies-Lavanttal"  an.

Das 1. Mitfahrbankerl wurde nun  in St. Michael installiert. Will man z.B. Richtung Wolfsberg, so steckt man das "Ich will Richtung Wolfsberg" - Schild einfach in die Halterung und wartet darauf mitgenommen zu werden. Hält jemand an, steckt man das Schild wieder zurück und fährt mit. Von St. Michael aus hat man somit die Möglichkeit - neben Wolfsberg - in Richtung Siegelsdorf, Hattendorf oder Lading zu fahren. Bewährt sich das Mitfahrbankerl, so werden zukünftig weitere installiert.

"Viele Bewohnerinnen und Bewohner fahren täglich alleine in ihren Autos. Es kostet kaum Zeit und kein Geld auf diesen Strecken jemand anderen kostenlos mitzunehmen. Man lernt seine Nachbarn kennen, hat keine Verpflichtungen und schont die Umwelt"; so Ing. Günther Rampitsch, Abteilungsleiter Umwelt, Landwirtschaft und Öffentlicher Verkehr der Stadtgemeinde Wolfsberg.

Der zuständige Umweltreferent Stadtrat Mag. Jürgen Jöbstl betont: „Mit dem Mitfahrbankerl soll ein kleiner Beitrag zur Verkehrsreduktion sowie zur Erhöhung der Mobilität geleistet werden. Auch handelt es sich um eine umweltfreundliche Ergänzung zum öffentlichen Verkehr.  Nachbarn mitzunehmen, oder bei jemandem mitzufahren,  war ja in früheren Zeiten eine feste Tradition in ländlichen Regionen. Eine kleine Hilfe, die man selbstverständlich angeboten hat."

Wichtiger Hinweis: Derzeit ist eine Nutzung aufgrund der Corona-Krise nur unter Beachtung der Abstandsregelung oder Benutzung einer MNS-Maske möglich.

Foto: Stadtrat Jürgen Jöbstl und der Leiter der Umweltabteilung, Günther Rampitsch, vor dem Mitfahrbankerl in St. Michael.