Stadtgemeinde Wolfsberg startet Initiative gegen Vandalismus
18. March 2021

„Die Jugend soll Spaß haben und sich in den Parks und Grünanlagen entfalten können, aber das darf nicht zu mutwilligen Zerstörungen führen“, betonte Bürgermeister Hannes Primus heute, Donnerstag, bei der Vorstellung einer neuen Initiative der Stadtgemeinde Wolfsberg gegen den immer wieder vorkommenden Vandalismus. Eines der Ziele sei es dabei, bei Jugendlichen mehr Wertschätzung für öffentliche Einrichtungen zu schaffen.

Die neue Aktion läuft im Rahmen der seit  12 Jahren bestehenden Jugendprävention „Over the Limit“, unter Einbindung von Netzwerkpartnern wie Polizei und Schulen. Ein Informationsfolder „Stoppt den Vandalismus“ wird in der ersten Phase in den nächsten Tagen über alle Mittelschulen und Oberstufen an 2400 Schülerinnen und Schüler sowie an das Lehrpersonal verteilt.

„Wir folgen damit dem Motto „Aufklären statt Strafen“, erklärt Jugendstadtrat Alexander Radl, der auf die hohen, durch Vandalismus verursachten Schäden verwies, welche sich für die Gemeinde auf über 10.000 Euro pro Jahr belaufen. Radl verwies darauf, dass das Programm der Beginn einer längerfristigen Präventions- und Aufklärungsarbeit sein soll, denn, so Radl „Wolfsberg ist eine offene Stadt. Zäune um Spielplätze zu bauen ist keine Lösung!“

Die Präsentation der Initiative erfolgte an der Sport-Mittelschule Christine Lavant in St. Stefan. Direktor Jürgen Nickel: „Die Jugend muss sich ausleben können, sie muss aber auch über die Konsequenzen von Vandalismus informiert werden.“ Diese Folgen können sehr schwerwiegend sein, erklärte der Präventionsbeamte der Polizei Wolfsberg, Andreas Tatschl: „Einem Erwachsenen drohen bei Sachbeschädigungen bis zu einem halben Jahr Haft und auch bei Jugendlichen sind empfindliche Strafen vorgesehen.“

Der Koordinator von Over the Limit, Christian Vallant (“Vandalismus in kein Kavaliersdelikt“), verwies darauf, dass neben den Schulen auch die Fahrschulen in das Projekt eingebunden werden: „Damit erreichen wir eine noch größere Breitenwirkung!“ Auch das Jugendzentrum (JUZ) Wolfsberg macht bei der Aktion mit. „Je stärker die Jugendlichen in Projekte eingebunden sind, desto konstruktiver sind sie. So kommt Wertschätzung zustande“, weiß JUZ-Leiter Gernot Brandstätter.

Am Foto von links: Stadtrat Alexander Radl, Bürgermeister Hannes Primus, Direktor Jürgen Nickel, Gernot Brandstätter, Christian Vallant und die beiden Präventionsbeamten Andreas Tatschl und Johann Berger mit Schülerinnen und Schüler der Sportmittelschule St. Stefan.