20 Jahre Städtepartnerschaft Wolfsberg-Várpalota
13. May 2019

Mit einem mehrtägigen, festlichen Programm wurde am vergangenen Wochenende  in Wolfsberg das Jubiläum „20 Jahre Städtepartnerschaft“ mit der ungarischen Stadt Várpalota gefeiert. Geprägt ist die freundschaftliche Verbindung der beiden annähernd gleich großen Städte durch Austausch auf vielen Ebenen – von der Politik über Kultur und Bildung bis hin zu Jugend und Sport.

„Angesichts der derzeitigen, unterschiedlichen Strömungen innerhalb der Europäischen Union sind partnerschaftliche, grenzüberschreitende Kontakte auf Augenhöhe umso wichtiger“,  betonte Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz in seiner Rede am offiziellen Festabend im Rathaus. „Und wenn wir den Blick auf die Zukunft richten, so ist es unsere Aufgabe, die Jugend für die Partnerschaft zu begeistern und sie zu motivieren, die Chancen eines internationalen Austausches zu nutzen!“

Ihren Ursprung hatte die Städtepartnerschaft Anfang der 90er Jahre, als ein ungarisches Ehepaar aufgrund einer Autopanne in Wolfsberg „hängen blieb“. Daraus entspannen sich Kontakte im Sportbereich  (Einladung zu einem Schachturnier), in der Bildung (Schulpartnerschaft, Schüleraustausch, Lieferung von Schulbüchern nach Ungarn) sowie auf kultureller Ebene (Gastauftritte der Bergkapelle St. Stefan und des AGV Frantschach).  1999 wurde die Städtepartnerschaft offiziell begründet. Pioniere der vielfältigen Kontakte auf Wolfsberger Seite waren der Fotograf Gerhard Wölcher, die beiden Pädagogen Werner und Helfried Presser sowie von politischer Seite Herbert Eile und Karl-Heinz Frauwallner, für Varpalota  Dr. Pal Huszar, heute der weltliche Präsident der Synode der evangelisch reformierten Kirche Ungarns.

Várpalotas Bürgermeisterin Márta Campanari-Talabér , die mit einer rund 30köpfigen Delegation – darunter Ehemann Gianfranco Campanari, Vizebürgermeister Csaba Cantona und der ehemalige Bürgermeister Arpad Nemeth - zum Fest-Wochenende nach Wolfsberg gekommen war, unterstrich die Vielseitigkeit, mit der die Städtepartnerschaft gelebt wird. „Wir wollen das Jubiläum aber auch dazu nutzen, in die Zukunft zu schauen und neue gemeinsame Projekte aufzubauen.“  Ein besonderes Lob („Ein Fels unserer Partnerschaft“) gab es von Bürgermeisterin Campanari-Talabér für Büroleiter Robert Schmid mit Kolleginnen Sylvia Freimuth und  Christina Sticker, die für Wolfsberg die Städtepartnerschaften betreuen und das Wochenende perfekt organisiert hatten.

Begonnen hatte der Besuch mit einem Willkommens-Empfang im Rathaus und anschließendem Grillabend bei „Hausherr“ Obmann Otto Wegscheider im „Stüberl“ des ATSV Wolfsberg. Am Freitag wurde neben einer Stadtführung auch eine Weinverkostung im Haus der Region absolviert, ehe das Jubiläum am Abend im Rathaus-Festsaal gefeiert wurde, moderiert von Tommy Schmid und musikalisch untermalt von Edgar Unterkirchner  und Rudi Melcher mit Band.

Bei herrlichem Ausflugswetter standen am Samstag eine Reise zum Heinrich Harrer Museum in Hüttenberg und eine Wanderung zur Koglhütte auf dem Programm. Den Abschluss am Sonntag bildete ein Gottesdienst mit Stadtpfarrer Dr. Krzysztof Kranicki in der Stadtpfarrkirche und ein gemeinsames Mittagessen auf Schloss Wolfsberg.

Für eine Reihe zukünftiger vertiefender Kontakte sind die Weichen bereits gestellt, unter anderem in der Zusammenarbeit zwischen der Fachberufsschule Wolfsberg mit Dir. Norbert Aichholzer und der Berufsschule Várpalota mit Direktor István Hajdu. Eine Fußball-Nachwuchsmannschaft (U13) aus Varpalota wird im Juni beim traditionellen Pfingst-Turnier in Wolfsberg teilnehmen, im August sind dann Nachwuchskicker des ATSV Wolfsberg in Ungarn zu Gast.

 

Fotos:

1: Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz mit seiner ungarischen Amtskollegin Marta Campanari-Talabér.

2: Die Stadtregierungen von Wolfsberg und Varpalota

3: Die Ungarische Delegation stattete auch dem Haus der Region einen Besuch ab.

4: Das Städtepartnerschafts-Team sorgte für einen reibungslosen Ablauf der Jubiläumsveranstaltung, v.l. Robert Schmid, Gabriella Borbasne-Gazdag, Christina Sticker und Sylvia Freimuth.

5 Pioniere der Städtepartnerschaft, v.l. Gerhard Wölcher, Herbert Eile, Helfried Presser mit Gattin Eveline, Dolmetscher Imre Szigeti, Karl-Heinz Frauwallner, Josef Pertl und Dir. Norbert Aichholzer.

6: Gemeinsame Wanderung auf der Saualpe.