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WOLFSBERG in kärnten

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Jubiläumsfest bei fränkischen Freunden

50 Jahre Städtepartnerschaft Wolfsberg-Herzogenaurach

2018-05-03

Über genau 5 Jahrzehnte erstreckt sich mittlerweile der Freundschaftsbogen zwischen Wolfsberg und der Stadt Herzogenaurach in Franken (Bayern). Anlässlich „50-Jahre-Städtepartnerschaft“  weilte Ende April eine Wolfsberger Delegation in der Partnerstadt, wo das Jubiläum mit einem festlichen Programm gefeiert wurde.

„Kärntner Entspanntheit trifft auf fränkische Gemütlichkeit“ – unter dieses Motto stellte Herzogenaurachs Erster Bürgermeister Dr. German Hacker die offizielle Jubiläumsfeier im Herzogenauracher Vereinshaus, die im Mittelpunkt des  Besuches stand.

Bürgermeister Hacker hob die zahlreichen Verbindungen der beiden Städte hervor, von der gemeinsamen Bamberger Geschichte über die Kontakte auf der Ebene der Feuerwehr bis hin zu vielen gegenseitigen Besuchen von Vereinen aus dem Kultur- und Sportbereich. „Auch ein Altstadtfest in Herzogenaurach ist ohne Wolfsberger Beteiligung gar nicht denkbar“, betonte Hacker mit einem Lächeln.

Wolfsbergs Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz bedankte sich herzlich für die Gastfreundschaft und insbesondere bei den Partnerschaftsbeauftragten beider Städte – Anni Eiser und Rosa Abel aus Herzogenaurach, Robert Schmid und Sylvia Freimuth aus Wolfsberg – für die engagierte Arbeit im Dienst der Freundschaft zwischen den beiden Städten: „Es ist eine gelebte und lebendige Partnerschaft, die auch der Idee des grenzüberschreitenden Europa verpflichtet ist.“

Als Jubiläums-Gastgeschenk wurde von Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz gemeinsam mit den Stadträten Josef Steinkellner und Christian Stückler eine großformatige Keramik von Karl Schüssler (mit dem Wolfsberger Stadtwappen)  an Ersten Bürgermeister Dr. German Hacker überreicht.

 34 "Delegierte" aus Wolfsberg

Insgesamt umfasste die Wolfsberger Delegation 34 Personen. Neben den offiziellen Vertretern der Stadtgemeinde gehörten dazu unter anderem auch Stadtpfarrer Dechant Mag. Engelbert Hofer, die ehemaligen Vizebürgermeister Herbert Eile, Manfred Gartner und Mag. Karlheinz Frauwallner sowie die ehemaligen Stadträte Ernst Spinotti und Dr. Peter Zernig, der frühere Gemeindefeuerwehrkommandant Egon  Kornherr, der 1968 gemeinsam mit dem Herzogenauracher Ehrenkreisbrandrat Karl-Heinz Schalk die Partnerschaft auf Feuerwehr-Ebene begründete, der Direktor der Fachberufsschule Wolfsberg, Norbert Aichholzer und Mag. Regina Ragger vom Haus der Region.

Das Buch der Worte

Mit dabei war auch die Direktorin der Volksschule St. Johann, Karin Lichtenegger, die gemeinsam mit ihrem Direktors-Kollegen von der Grundschule Herzogenaurach, Markus Hahn, das Buch „Zum Glück gibt’s Sprache“ präsentierte. Das Buch entstand aus einem Kooperationsprojekt, in dem sich Schülerinnen und Schüler beider Schulen mit dem Wert von Worten auseinandersetzten. „Dieses Projekt hat uns reicher gemacht“,  freute sich Dir. Lichtenegger.

Für den viertägigen Besuch hatten die Gastgeber neben einer Stadtführung und Stadtrundfahrt zahlreiche Höhepunkte vorbereitet. So wurden im Rahmen des Begrüßungs-Empfanges die aktiven und ehemaligen politischen Vertreter Wolfsbergs zur Eintragung ins Goldene Buch der Stadt Herzogenaurach eingeladen.

Bei Puma, adidas und Schaeffler

Ein ganzer Tag war der Besichtigung der drei großen, in Herzogenaurach beheimateten Konzerne Schaeffler, Adidas und Puma gewidmet. Die Schaeffler-Gruppe ist ein weltweit führender Industrie- und Autozulieferer mit 90.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 17 Milliarden Euro, wobei der aktuelle Schwerpunkt des Unternehmens „Mobilität für morgen“ (z.B. Entwicklung von E-Motoren) lautet. Zu Schaeffler gibt es seitens Wolfsbergs eine langjährige Verbindung im Bereich der Lehrlingsausbildung, welche von Berufsschuldirektor  Norbert Aichholzer gemeinsam mit dem ehemaligen Schaeffler-Ausbildungsleiter Bernhard Schwab aufgebaut wurde.

Adidas, eine der berühmtesten Sport-Marken der Welt, beschäftigt am Stammsitz in Herzogenaurach 5.600 und weltweit rund 60.000 Mitarbeiterinnen, gilt als Nr. 1 im Fußball und rüstet beispielweise 12 der 32 Teilnehmer der kommenden Fußball-WM in Russland aus. Puma, mit 12.000 Beschäftigten ebenfalls einer der größten Sportartikel-Hersteller,  wurde 1948 (ein Jahr vor adidas) von Rudolf Dassler, dem Bruder des Adidas-Gründers Adolf Dassler, gegründet. Puma gilt als Erfinder der Fußballschuhe mit Schraubstollen.

Gemeinsame Hl. Messe

Schauplatz von zwei Programmpunkten war die beeindruckende Stadtpfarrkirche St. Magdalena. Unmittelbar vor dem Festakt gelangte hier die „Europäische Sinfonie“ des Herzogenauracher Komponisten Volkmar Studtrucker mit dem Orchester „Klanglust“ und dem Chor „Cantus Vox“ zur Aufführung. Für den würdigen Abschluss des Besuches sorgte am Sonntag eine Heilige Messe, gemeinsam zelebriert von Pfarrer Helmut Hetzel und Wolfsbergs Stadtpfarrer Mag. Engelbert Hofer.

Der Gegenbesuch einer Abordnung aus Herzogenaurach in Wolfsberg wird im Oktober stattfinden. Ebenso im Oktober ist eine Ausstellung des Wolfsberger Künstlers Walter Melcher in Herzogenaurach geplant.

Fotos unten:

Reisegruppe: Die Delegation auf Wolfsberg auf Jubiläumsbesuch in Herzogenaurach.

Keramik: Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz und die Stadträte Josef Steinkellner und Christian Stückler überreichen Herzogenaurachs Ersten Bürgermeister Dr. German Hacker als Geschenk eine Keramik des Wolfsberger Künstlers Karl Schüssler.

Goldenes Buch: Bei der Eintragung ins Goldene Buch der Stadt Herzogenaurach, stehend v.l. Altbürgermeister Hans Lang , Erster Bürgermeister Dr. German Hacker, zweite Bürgermeisterin Renate Schroff, Wolfsbergs ehemalige Vizebürgermeister Manfred Gartner, Herbert Eile, Mag. Karlheinz Frauwallner und die Ex-Stadträte Ernst Spinotti und Dr. Peter Zernig. Vorne von links: Stadtrat Josef Steinkellner, Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz, Stadtrat Christian Stückler und Stadtpfarrer Mag. Engelbert Hofer.

Das Buch der Worte: Präsentation des Volksschul-Kooperationsprojektes „Buch der Worte“ in der Grundschule Herzogenaurach, v.l. Erster Bürgermeister Dr. German Hacker, Direktorin Karin Lichtenegger (VS St. Johann), Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz und Direktor Markus Hahn (Grundschule Herzogenaurach).

Urgestein: Kontakte zwischen den Feuerwehren standen 1968 am Beginn der Städtepartnerschaft: Egon Kornherr, ehemaliger Kommandant der Wolfsberger Feuerwehr und Ehrenkreisbrandrat Karl-Heinz Schalk.

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