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WOLFSBERG in kärnten

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Priorität für Hochwasserschutz

Info-Veranstaltung in St. Margarethen

2017-11-08
Die Lage Wolfsbergs im Talkessel zwischen Koralpe und Saualpe und im Einzugsgebiet von 13 mitunter reißenden Bächen machen den Hochwasserschutz im Gemeindegebiet zu einer riesigen Herausforderung. Bei einer Info-Veranstaltung gestern Abend in St. Margarethen stellten Experten laufende und künftige Projekte des Schutzwasserbaus vor.

„Insgesamt umfasst das Hochwasserschutz-Programm für Wolfsberg nicht weniger als 18 Teilprojekte mit einem Finanzbedarf von bis zu 35 Millionen Euro, wovon 7 Millionen Euro durch die Gemeinde zu tragen wären“, erklärte DI Norbert Sereinig von der Abt. Schutzwasserwirtschaft des Landes Kärnten. Aufgrund aufwendiger Projektierungen, Verhandlungen mit Anrainern und der begrenzten Finanzmittel müsse man allerdings für die Umsetzung einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren veranschlagen.

Deshalb werden nun Prioritäten gesetzt, die sich nach den Kriterien „Schadenspotenzial“ und „Umsetzbarkeit“ richten. Gemeinsam mit der Gemeinde wird ein solcher Prioritätenplan bis zum Frühjahr 2018 erstellt werden.

Neben laufenden Instandhaltungen und Sofortmaßnahmen, die vor allem im Oberlauf der Bäche von der Wildbachverbauung gesetzt werden, sind für 2018 bereits mehrere Projekte fixiert und befinden sich laut DI Erich Zdovc (Abteilung Wasserwirtschaft des Landes) in Bauvorbereitung: Der Kleine Weißenbach und der Pailbach (Unterlauf) in St. Stefan, der Arlingbach-Zubringer in Hattendorf, der Unterlauf des Auenbaches und der St. Thomaser Bach (Unterlauf).

„Wir stehen zu unserer Verantwortung“, betonte Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz. „2018 wird die Gemeinde für diese konkreten Projekte insgesamt 1,1 Millionen investieren.“ Was den kommenden Prioritätenplan betrifft, legte der Bürgermeister bereits wichtige Ziele fest: „Wenn der Unterlauf des Pailbaches fertig ist, muss der Oberlauf in Angriff genommen werden, um für St. Stefan einen umfassenden Schutz zu erreichen. Und aufgrund des hohen Gefahrenpotenzials für St. Margarethen ist der Weißenbach jedenfalls so rasch wie möglich in Angriff zu nehmen.“

Neben konkreten Fragen zu Schutzmaßnahmen wurde im Rahmen der Veranstaltung auch die Problematik von Bebauungen in Gefahrenzonen erörtert. Laut DI Sereinig liegen Zonenpläne im KAGIS und auch unter www.naturgefahren.at öffentlich auf. Sollte sich durch Schutzwasserbauten oder Eigenmaßnahmen eine Beseitigung der Gefährdung ergeben, so könnten auch die entsprechenden Bebauungsbeschränkungen wegfallen.

Foto:

Expertenrunde und Gemeindevertreter in St. Margarethen, v.l.: DI Michael Bothoff und DI Josef Brunner (beide Wildbachverbauung), Stadtrat Josef Steinkellner, Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz, DI Erich Zdovc (Land Kärnten), Franz Schönhart (Leiter Straßenbau/Stadtgemeinde), Norbert Sereinig (Land Kärnten) und Willibald Scharf (Bauamtsleiter/Stadtgemeinde)

Priorität für Hochwasserschutz
 
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