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WOLFSBERG in kärnten

Laufen

1. Laufen - die älteste Bewegungsform der Welt
2. Zehn gute Gründe zum Laufen
3. Motivation zum Laufen
4. Ausrüstung
5. Ausdauertraining

 

1. Laufen - die älteste Bewegungsform der Welt

Laufen ist wieder aktuell. Über Jahrtausende hat die Weiterentwicklung menschlicher Zivilisation dazu beigetragen, dass die Fortbewegung auf zwei Beinen in zunehmendem Maße unwichtiger wurde - bis hin zur völligen Bedeutungslosigkeit. Potentaten vergangener Kulturen ließen sich in Sänften tragen, heutzutage verfügen die meisten Menschen in den Industrieländern über mindestens eine, oft gar über mehrere Privatsänften: das Automobil. Vermutlich ist der weilweite Laufboom eine Reaktion auf zu viel Technik und zu wenig Natürlichkeit.

Viele Menschen sind heute täglich über Stunden zu sitzender Tätigkeit gezwungen und legen daher pro Tag nur noch wenige hundert Meter zu Fuß zurück. Nur so ist es auch zu erklären, dass das Wissen um die richtige Lauftechnik, welche eigentlich im Erbgut des Menschen verankert sein sollte wie die Fähigkeit zu greifen, zu sprechen oder zu kauen, in vielen Fällen verloren gegangen zu sein scheint.

Laufen ist gesund, daran besteht kein Zweifel, aber nur, wenn es richtig - also ohne Gefahr auf Muskeln und Sehnen, Gelenke und Bänder - betrieben wird.

 

2. Zehn gute Gründe zum Laufen

  • 1. Gestresst vom Arbeitsalltag? Kein Problem, schon nach ca. 30 - 40 min Laufen lässt die Anspannung nach und Sie fühlen sich sofort wohl.
  • 2.Gewichtsprobleme? Ob Sie abnehmen oder Ihr Gewicht halten möchten, Laufen ist die ideale Möglichkeit dazu. Nur wenige Sportarten sind in der Lage mit dem Laufen als Kalorienverbrenner mitzuhalten.
  • 3. Schlafprobleme? Laufen zu geeigneter Tageszeit führt zu einer angenehmen Müdigkeit, das Schlafverhalten bessert sich.
  • 4. Lustlos? Laufen vertreibt jegliche Art von Unlust, Fitness macht sich eben bemerkt!
  • 5. Laufen ist gesund! Laufen ist ein wirkungsvolles Herz-Kreislauf-Training. Es genügen einige wenige Wochen, konsequentes Training und die Fitness steigt spürbar.
  • 6. Laufen ist nicht schwer, ist nicht teuer, denn es braucht dazu wenig Material - gute Laufschuhe und geeignete Kleidung - mehr ist nicht von Nöten.
  • 7. Zum Laufen braucht es keine Sportanlagen, keine Einschreibgebühren bei irgend einem Club, Laufen ist überall möglich.
  • 8. Laufen stärkt ihre Körperwahrnehmungen, Ihr Körpergefühl, Ihr Wohlbefinden. Laufen ist Medizin für Ihren Körper.
  • 9. Sie sind nie zu alt, um zu laufen. Auch mit dem Beginn eines Lauftrainings ist es nie zu spät.
  • 10. Wer regelmäßig läuft, bleibt lange jung!

 

3. Motivation zum Laufen

Laufen soll Spaß machen - vor allem sollten Sie sich nach dem Training besser fühlen als zuvor. Das funktioniert, wenn Sie sich realistische Teilziele für Ihre einzelnen Trainingseinheiten setzen.

Betrachten Sie Ihre Laufeinheiten nie als Pflicht, nach dem Motto: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Sehen Sie stattdessen bewusst Joggen als Freizeitvergnügen, indem Sie sich einmal einen Laufausflug zu einer schönen Strecke in der näheren Umgebung gönnen.

Der größte Gewinn wird dann erzielt, wenn man eine positive Einstellung zum Laufen aufbaut - nichts darf übertrieben werden. Daher hängt eine erfolgreiche Umsetzung Ihrer Aktivitäten stark davon ab, wie Sie Familie, Beruf und Freizeit in Einklang bringen. Der Sport muss gut integriert werden. Verlieren sie bei aller Vorbereitung nicht aus den Augen, dass der Sport mehr bringen kann als nur das Erreichen geplanter Ziele.

Sie wollen einmal einen Marathon laufen? Eine erfolgreiche Marathon-Vorbereitung dauert etwa ein halbes Jahr - vorausgesetzt, in den 18 Monaten davor betrug Ihr Laufpensum ungefähr 30 km pro Woche. Ihre Gelenke werden Ihnen für Ihre Geduld sehr dankbar sein.

Schließen Sie einen Pakt! Manche fangen alleine an zu laufen, andere wagen den Sprung gemeinsam mit einer Freundin oder einem Freund. Schließen Sie mit sich selbst oder Ihrem Laufpartner ein kleinen "Laufvertrag"!

Laufen Sie Ihren Kurs immer in derselben Richtung? Sie ahnen, was wir jetzt empfehlen? Richtig! Versuchen Sie es einmal andersherum, Sie werden Ihre Strecke nicht wieder erkennen. Übrigens ist sie gleich lang wie die Gewohnte. Ehrlich!

Schnuppern Sie hin und wieder richtige Wettkampfatmosphäre. Auch der Genuss und der Spaß werden dabei nicht zu kurz kommen: Viele der angebotenen Läufe werden mittlerweile als kleine Volksfeste gefeiert.

 

4. Ausrüstung

Tragen Sie beim Marathon keine neuen Sachen - auch wenn die Angebote auf der Marathon- Expo verlockend sind und sie endlich jene Laufmode gefunden hätten, die Sie schon seit Monaten suchen.

Würden Sie ein Auto kaufen, das Sie nicht zumindest einmal Probe gefahren sind? Laufschuhe sollten sie nicht minder kritisch kaufen - schließlich geht es um Ihren Bewegungsapparat, den Sie nicht wie ein Auto wechseln können. Wählen Sie deshalb ein Fachgeschäft, bei dem Sie mit den neuen Schuhen eine kleine Testrunde drehen können. Und erkundigen Sie sich über ein Rückgaberecht, falls die Schuhe im Training doch nicht entsprechen sollten.

Wollen Sie wirklich jeden Herzschlag genau aufgezeichnet haben? Die neueste Generation der Pulsuhren spielen mittlerweile alle "Stückerln". Aber lassen Sie dieses Messgerät auch ruhig einmal zu Hause: Regulieren Sie Ihr Tempo und die Dauer nach Ihrem subjektiven Empfinden. Lassen Sie Ihren Körper entscheiden und laufen Sie so lange und so schnell, wie Sie Lust haben.

Wollen Sie Ihre Laufschuhe einmal waschen? Fast alle Hersteller weisen auf den beiliegenden Beschreibungen darauf hin, dass Laufschuhe nicht in der Waschmaschine gewaschen werden dürfen. Dies ist aufgrund der Garantieerklärung nur zu verständlich. Wenn Sie aber die Schuhe in einem Kopfkissenbezug geben und mit ein wenig Feinwaschmittel bei 30°C waschen, sollte den Schuhen nichts passieren und sie sind anschließend wieder wie neu. Wiederholen Sie diesen Reinigungsvorgang jedoch nicht zu oft, besonders Nähte und Teile der Sohle beginnen sich zu lösen.

Ob nach dem Waschen oder nach einem Lauf durch Regen oder über eine feuchte Wiese - nasse Laufschuhe sollten immer sorgfältig getrocknet werden. Stopfen Sie sie mit Zeitungspapier aus und stellen Sie sie an einen gut belüfteten Ort. Nehmen Sie zuvor die Einlegesohlen heraus Nach einer Stunde das nasse Papier einmal austauschen. Schon am nächsten Morgen sind die Laufschuhe wieder trocken. Verwenden Sie am nächsten Tag dennoch Ihr zweites Paar.

Wodurch können Sie feststellen, dass Ihr Laufschuh "am Ende" ist? Die beste Methode ist, sich nach der Hälfte einer durchschnittlichen Laufschuh-Lebensdauer, also nach 700 - 800 km, einen neuen Schuh ähnlicher Bauart zu kaufen und diesen im Wechsel mit dem alten Schuh zu tragen. Spüren Sie einen deutlichen Unterschied können Sie die Tauglichkeit des alten Schuhs immer noch in einem Fachgeschäft überprüfen lassen.

Waren Sie mit der Beratung und dem Service zufrieden, bleiben Sie diesem Geschäft treu und kaufen Sie nicht wegen einer kleinen Ersparnis woanders. Zur Aufrechterhaltung der Beratungsqualität und der Auswahl in diesem Geschäft wird auch Ihr Umsatz benötigt.

 

5. Ausdauertraining

Ein permanentes Ausdauertraining im aeroben Bereich kann durch die Verbesserung der maximalen Sauerstoffaufnahmefähigkeit folgende Gesundheitswirkungen auf den Gesamtorganismus haben:

 

  • Reduzierung von Körpergewicht und Blutdruck
  • Reduzierung des Ruhe- und Belastungspulses
  • Senkung des Blutfettspiegels mit Erhöhung des guten HDL-Wertes und Reduzierung des schlechten LDL-Wertes
  • Abnahme des Arteriosklerose- und Thromboserisikos
  • Positive Beeinflussung Typ H Diabetes mellitus
  • Verbesserung der Sauerstoffversorgung und der maximalen Sauerstoffaufnahmefähigkeit
  • Verbesserung der Herz-Lungenleistung
  • Vorsorge gegen Herzinfarkt und Schlaganfall
  • Vorsorge gegen Osteoporose
  • Optimaler Abbau von Negativstress
  • Verbesserung der Koordination und Senkung des Unfallrisikos

 

Zur Verbesserung der allgemeinen Leistungsfähigkeit muss es nicht immer Jogging sein. Wählen Sie den Ausdauersport, den Ihnen am meisten Freude bereitet, und variieren Sie häufig bei der praktischen Umsetzung.

Eine ideale Kombination sind Belastungsvariationen zwischen Laufen, Fahrradfahren und Schwimmen, weil hierdurch das Stütz- und Bewegungssystem unterschiedlich beansprucht wird.