LKH Wolfsberg: Startschuss für 30 Millionen Euro Investitione
04. May 2021

Seit 2013 wird in Wolfsberg gebaut. Von insgesamt vier Baustufen des Aktionsplanes wurden bereits zwei abgeschlossen. Im Mai beginnen nun die Arbeiten zur dritten Baustufe, die mehrere Jahre dauern werden. Die Ambulanzbereiche, die Dialyse, das Zentrale Röntgeninstitut und Parkplätze werden neugestaltet. In die dritte Baustufe werden rund 30 Mio. Euro investiert.

 „2018 startete man mit den Planungsarbeiten der Baustufe 3, die Hauptbaumaßnahmen starten aber erst 2021“, erklärt die Medizinische Direktorin Dr. Sonja-Maria Tesar. Die Baustufe 3 am LKH Wolfsberg beinhaltet im Wesentlichen die Zusammenführung der Ambulanzbereiche, die Verlegung der Dialyse und administrativen Flächen. „Zentrales Ziel der dritten Baustufe ist die Anpassung der baulichen Strukturen, um auch zukünftig eine bestmöglich erreichbare, bedarfsgerechte, qualitativ sinnvolle und hochwertige Patientenversorgung in der Region sicherzustellen“, so Gesundheitsreferentin LHStv. Dr. Beate Prettner.

Daran schließt sich Bürgermeister Hannes Primus an: „ „Das LKH Wolfsberg ist das Flaggschiff unserer Gesundheitsversorgung und größter Arbeitgeber des Bezirkes. Wir von der Stadt Wolfsberg freuen uns, dass mit der dritten Baustufe nun ein weiterer Meilenstein im Ausbau des Standortes gesetzt wird.“ Neben Bürgermeister Primus nahm auch Wolfsbergs neue Vizebürgermeisterin Dr. Michaela Lientscher am heutigen Spatenstich teil.

 „Das erste was Besucher des LKH Wolfsberg von den Baumaßnahmen bemerken, sind Umbauten am Gelände. So wird der alte Parkplatz östlich der Unfallambulanz nach Süden hin versetzt und ein Kreisverkehr für einen sicheren Verkehrsfluss errichtet“, berichtet Projektleiter Ing. Armin Dettelbacher von der Abteilung Bau und Immobilienmanagement. Außerdem wird ein eigener Parkplatz für Dialysepatienten errichtet.

Provisorium für Notfälle

Was Patienten und Besucher nicht gleich bemerken werden: „Einer der ersten Bauschritte ist die Errichtung von Provisorien im Inneren des Krankenhauses“, so Dettelbacher. Konkret werden solche etwa in der alten Zentralsterilisation eingerichtet. Der Grund: „Ab dem Frühjahr 2022 wird es zu einer Neugestaltung und Zusammenführung der Notfallaufnahme der Inneren Medizin und der Unfallambulanz zur Zentralen Notfallaufnahme kommen. Diese interdisziplinäre Notfallaufnahme wird am Ort der heutigen Unfallambulanz angesiedelt sein“, erklärt der Bauleiter. Da die Baumaßnahmen bei laufenden Betrieb durchgeführt werden, müssen ankommende Patienten für die Dauer der Arbeiten umgeleitet werden. Nun wird die Ausweichstelle angepasst und unter anderem ein Schockraum errichtet.

Verschiedene Eingänge

Wenn ab 2022 die bisherige Unfallambulanz in die Zentrale Notfallaufnahme umgebaut wird, bleibt kein Stein auf dem anderen. Dies beginnt schon bei der Planung der Rettungszufahrt und Eingänge. „Vor dem Gebäude wird eine große Halle entstehen. Hier können die Rettungswägen geparkt und Patienten diskret und sichtgeschützt in den Schockraum transportiert werden. Außerdem wird es einen eigenen Eingang für infektiöse Patienten geben. Mit der Trennung der Patientenströme soll verhindert werden, dass man sich im Wartebereich ansteckt. Damit folgt man letztendlich auch einer Anforderung im Zuge der Corona-Pandemie. Sie hat sich bewährt und wird auch in Zukunft beibehalten.

Dialyse

Statt wie bisher in der Ebene 2 im Osten, werden Dialyse-Patienten bald schon im Erdgeschoß im Westen betreut werden. „Die neuen Räumlichkeiten befinden sich direkt neben einem dazugehörigen Parkplatz. Somit kommen Patienten direkt in das Gebäude und müssen den Bereich der Notfallambulanz nicht durchkreuzen“, erklärt Dettelbacher. Geplant sind Einzelkojen sowie ein größerer Dialyse-Raum.

Büros und Dienstzimmer

Wo bis vor wenigen Jahren noch die Operationssäle und die Intensivstation des LKH Wolfsberg angesiedelt waren, werden bald Primarii, Ärzte und Verwaltungspersonal einziehen. „Genau über dem Ambulanzzentrum sind Büros, Sekretariate und Dienstzimmer geplant“, weiß Dettelbacher. Zwischen 2022 und 2024 sollen diese administrativen Flächen umgesetzt werden.

Vergangene Baumaßnahmen

Das LKH Wolfsberg durchläuft schon mehrere Jahre einen Modernisierungsprozess im Rahmen des sogenannten Aktionsplanes. „Um eine zukunftsorientierte Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, investierten wir in den Aus- und Neubau des Krankenhauses bis etwa 2026 insgesamt 58 Millionen Euro“, so KABEG-Vorstand Dr. Arnold Gabriel. 2015 wurde in einer ersten Baustufe die Gynäkologie und Geburtshilfe neu strukturiert. Ende 2017 konnte der neue Zentral-OP, die Intensivstation sowie die Endoskopie in Betrieb genommen werden.

 FOTO. von links Kabeg-Vorstand Arnold Gabriel, Pflegedirektorin Claudia Obersteiner, LHStv.in Beate Prettner, Medizin. Direktorin Sonja-Maria Tesar, die kaufmänn. Direktorin Margit Schratter, Vizebürgermeisterin Michaela Lientscher und Bürgermeister Hannes Primus.

 

Zahlen, Daten und Fakten zur Baustufe 3

Nun starten die Hauptbaumaßnahmen der Baustufe 3 im LKH Wolfsberg. Rund 50 Arbeiter von 20 Unternehmen werden in den kommenden Monaten auf der Baustelle tätig sein. In Summe werden ca. 5.000 Meter Wasserleitungen, 4.000 Meter Heizungsleitungen, 3.000 Meter Kälteleitungen und 1.500 Meter Abflussleitungen verlegt. Noch beeindruckender liest sich die Zahl der Elektrokabel: In Summe sollen 150.000 Meter verlegt werden.